Die problematischen Aspekte der Empathie

Der Begriff „Empathie“ ist grundsätzlich positiv besetzt.

Paul Ekman, der prominente Emotionsforscher, versteht Empathie als Reaktion auf die Gefühle Anderer. Er unterscheidet kognitive Empathie, die uns erkennen lässt, was ein Anderer fühlt, gegenüber der emotionalen Empathie die die Fähigkeit verleiht, zu fühlen was ein Anderer fühlt.

 Theodor Lipps hat schon 1902 „Einfühlung“ als intrapsychischen Prozess bezeichnet und die These von einem „menschlichen Zwang zur motorischen Nachahmung“ entwickelt.

Nach dem Toronto Questionnaire von N. Spreng et al. (J. of Personality Assessment, 91, 2009) ist Empathie eine messbare Schlüsselkompetenz. Es wird unterschieden, nach kognitiver Empathie, die dazu dient, das Verhalten Anderer zu verstehen und vorherzusagen – und emotionaler Empathie, die es ermöglicht, dass wir sowohl mitfühlen, wie auch nachempfinden können. Damit schaffen wir die Basis für gute Beziehungen.

 Selbstverständlich ist Empathie für das Leben in der Gemeinschaft unerlässlich. Sie hilft uns die Qualität unserer Beziehungen einzuschätzen. Entsprechend können wir unseren Umgang gestalten. Alles was wir erleben, erfahren, lernen und beobachten, hat im weitesten Sinn mit Beziehungen zu unseren Mitmenschen, sogar zu den uns umgebenden Tieren zu tun.

 Arthur Ciaramicoli unterscheidet zwischen authentischer und funktionaler Empathie, die manipulative, ausbeuterische Zwecke verfolgt. („Der Empathie-Faktor“, 2001, 2001, S. 206). Diesen Punkt halte ich für beachtenswert, trotz aller Wertschätzung für eine empathische Grundhaltung.

 Empathie hat eine neurobiologische Entsprechung: Die Spiegelneurone. Nach Joachim Bauer steuern Gene nicht nur unser Verhalten, Gene werden auch durch äußere Einflüsse gesteuert. Dadurch verändern sich neuronale Strukturen. Hier tritt wieder die alte Frage nach dem Anteil von Anlage und Umwelteinflüssen auf. Die Funktion der Gene betrifft zwei Aspekte, wobei der zweite Aspekt mit empathischen Erleben zu tun hat:

1. Die DNS-Sequenz geht in die Erbfolge – gewissermaßen als Text – ein und ist somit fest gelegt.

2. Die Gene regulieren die Genaktivität für alle gesunden Körperfunktionen. Dabei regulieren die situatitiven (!) Einflüsse ihre Grundaktivität. In diesem Fall ist Vererbung nicht so wichtig. Bestimmte, genetisch programmierte Reaktionsmuster können durch positive oder negative Erlebnisse verändert werden. Solche Auswirkungen ergeben sich aus fördernden oder belastenden Beziehungen. Dies würde bedeuten, dass Emotionen, die aus und durch Beziehungen entstehen, biologische Signale geben, aus denen neuronale Veränderungen im Cortex entstehen. Somit ließe sich das Gehirn auch als „soziale Konstruktion“ begründen (Leon Eisenberg). Dies bedeutet, dass wir durch die Gestaltung unserer Beziehungen entscheidend daran mitwirken, was sich biologisch in uns und bei unseren Mitmenschen abspielt. Denn diese Wechselwirkungen beruhen auf empathischem Miterleben.

 Giacomo Rizzolatti und seine Arbeitsgruppe aus Parma haben vor gut 20 Jahren die Spiegel-Neurone (mirror-neurons) entdeckt (Bauer). Über die Spiegel-Neurone kann man sich das, was man bei anderen Menschen beobachtet so (hin-)einprägen, dass wir das Beobachtete in uns selbst fühlen.

 Man denke an eine Mutter, die zusehen muss, wie sich ihr Kind verletzt. Sie wird den Schmerz bei sich an derselben Stelle spüren. In der Interaktion kann sich das Malheur auf diese Weise sogar aufschaukeln, denn die Mutter könnte die Verletzung des Kindes mit ihren eigenen Ängsten derart verschränken, dass sie das Unglück weit stärker in sich fühlt, als es angemessen wäre.

 Die emotionalen Ansteckung kann man aber auch in anderen Situationen gut beobachten: Eine fröhliche Runde kann durch einen übel gelaunten Dritten sofort gesprengt werden. Die Stimmung schlägt radikal um.

 Dazu fällt mir ein weit zurückliegendes Erlebnis ein, das ich mir längere Zeit nicht erklären konnte:

Eines Abends, als ich mit dem Auto auf dem Heimweg war, wurde ich Zeuge eines schweren Verkehrsunfalls. Die Rettungskräfte waren schon zur Stelle. Ich fuhr vorbei und versuchte von dem schrecklichen Geschehen möglichst wenig Notiz zu nehmen. Am folgenden Morgen fuhr ich wieder in die Stadt und musste mit ansehen, wie auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Auto in einen, mit überstehenden Stahlbändern beladenen, Lastwagen gefahren war. Die Polizei war bereits vor Ort. Der verunglückte Fahrer wurde, so stand es zwei Tage später in der Zeitung, buchstäblich geköpft. – Auch diesen Vorfall glaubte ich – so gut es ging – ausgeblendet zu haben. Aufgrund meiner Kurzsichtigkeit verließ ich mich darauf, alles nur ganz vage wahrgenommen zu haben. Es waren ja nur ein paar Sekunden und schon war ich vorbei. – Ich fuhr also, scheinbar ungerührt, weiter in die Stadt und erledigte meine Besorgungen.

Plötzlich überfiel mich auf der Haupteinkaufsstraße eine seltsame Schwäche. Ich hatte das Bedürfnis mich hinzulegen und wusste, dass ich es mit dem Auto nicht mehr bis zu meiner Wohnung am Stadtrand schaffen würde. Zum Glück war aber mein Elternhaus ganz nah. Inzwischen wurde ich von einem heftigen Schüttelfrost gepackt. Innerhalb kürzester Zeit bekam ich 41,5° Fieber. Dann folgte ein starker Schweißausbruch. Meine Kleider waren völlig durchnässt. Nach etwa drei Stunden war der Spuk vorbei. Ich fühlte mich erschöpft, aber wieder normal.

Der Zusammenhang mit den beiden tödlichen Unfällen wurde mir erst viel später bewusst.

 Schon Immanuel Kant (1724 – 1804) hat auf den möglichen Missbrauch von Empathie durch Politiker in einer Volksherrschaft hingewiesen. Wolf Schneider (Journalist und Sprachkritiker *1923) hat Zitate veröffentlicht, die zeigen, dass das Nachempfinden der Gedanken- und Gefühlswelt der Menschen durch Politiker oder Massenmedien wirksam für Manipulation eingesetzt wird. Man denke nur an Goebbels, Churchill, oder die berühmten Redner der Antike.

 Massenmedien leben vom Geschäft mit Gefühlen. Film und Schauspiel setzen auf unsere Empathie. Sie verwenden nicht nur Worte: Bilder erzeugen Emotionen noch weit nachdrücklicher, insbesondere, wenn sie mit passender Musik dramaturgisch verstärkt werden. Starke Gefühle hinterlassen einen Ein-druck in unserem neuronalen System. Dabei spüren wir bei der täglichen Reizüberflutung, der wir uns kaum erwehren können, vieles gar nicht mehr bewusst. Das bedeutet, dass der emotionale Reiz gesteigert werden muss, um bewusst wahrgenommen zu werden. Dies kann zu einer regelrechten Traumatisierung führen; zu Ängsten, die in Alpträumen und Erschöpfung ihren Ausdruck suchen, da die unzähligen Grausamkeiten aus aller Welt, deren Bilder täglich auf uns eindrängen, anders nicht mehr zu bewältigen sind. Unsere Empathie können wir nicht einfach abstellen. Unsere Nervenzellen spiegeln automatisch das, was sie sehen und verwandeln es in Emotionen – und wenn wir diese nicht wahrnehmen wollen – in körperliche Symptome.

 Es sind aber nicht nur Medien, die uns beeindrucken und verändern. Noch stärker werden wir davon beeinflusst, wie sich die Beziehungen zur Umgebung (Partnern, Familie, Kollegen usw.) gestalten. Großvaters Spruch: „Sag mir, wer deine Freunde sind, und ich sage dir, wer Du bist“ ist heute zwar „politically“ nicht ganz korrekt, aber nach wie vor gültig.

 In unserer christlichen Überlieferung wird das hohe Gut „Mitgefühl“ anschaulich durch die Legende des Heiligen Martin geschildert. Er teilt seinen Mantel mit dem Bettler. Was aber hätte der Heilige getan, wenn ihm noch zehn weitere Bedürftige begegnet wären? Hätte er sich – wie im Märchen „Sterntaler“ – bis aufs Hemd ausgezogen und wäre lieber am Ende selbst erfroren?

 Es ist nicht immer ratsam, zuviel Empathie zu zuzulassen. Angesichts des übermächtigen Elends könnte dies zur Bedrohung der eigenen Existenz führen. Auf diese Weise kann man nichts Vernünftiges bewirken. Wenn ein Nichtschwimmer dem Ertrinkenden nach springt und mit ihm untergeht, verdoppelt er damit nur das Unglück – aber er war empathisch.

 Ich habe in meiner Praxis einmal einen seltsamen Fall erlebt: Eine junge Frau um die Dreißig kommt resigniert zum Gespräch. Sie schildert, dass sie bereits eine tiefenpsychologische Behandlung, sowie Gesprächs- und Verhaltenstherapie hinter sich hätte. Nichts könne ihr helfen. Sie leide an Schlaflosigkeit und Depressionen, die sie von produktiver Arbeit abhielten. Sie hatte zwar ihr Studium einigermaßen zu Ende gebracht, konnte damit aber wenig anfangen.

Auf die Frage, ob es ihr denn immer so schlecht gegangen sei, antwortete sie, dass sie bis zum 18. Lebensjahr ausgesprochen fröhlich und lebhaft und war. Dann hätte sich ihre Gefühlslage ins Gegenteil verkehrt. Ich fragte, was damals geschehen sei. Sie konnte sich an nichts erinnern. Ich fragte nach Liebesbeziehungen, Kränkungen, schulischem Scheitern, nach Familienstreit usw. Sie verneinte. Ich ließ nicht locker. Schließlich fiel ihr ein, dass in etwa zu diesem Zeitpunkt ihr Vater mit der Diagnose „Prostata-Karzinom“ konfrontiert worden war. Die Krankheit wurde jedoch in einem frühen Stadium entdeckt und konnte erfolgreich behandelt werden. Der Vater lebte noch. Sie aber hatte dieses Ereignis völlig vergessen. – Nach einer kurzen Aufstellungs- bzw. Gestaltübung mit der Gegenüberstellung eines Stellvertreters für ihren Vater (in diesem Fall war es eine Bürokraft, die gerade zur Verfügung stand und nichts von der Problematik wusste), ließ ich sie zu ihrem imaginären Vater sagen: „Lieber Vater, lieber ich als Du!“ (Dieser „Lösungssatz“ stammt von Bert Hellinger). Die Stellvertreter-Person reagierte erschüttert. Sie umarmte die „Tochter“ und sagte spontan: „Aber das will ich doch gar nicht! Ich will, dass es dir gut geht und dass du frei deinen eigenen Weg wählst.“ – Es gab dann noch heftige Tränen und viele Umarmungen und danach eine erschöpfte Klientin, die sich sichtlich erleichtert, freudestrahlend verabschiedete.

Sie rief mich später mehrmals und bedankte sich für die Intervention, die ihr Leben völlig neu geordnet habe. Sie begann schließlich mit einer beruflichen Tätigkeit, die sie interessant fand und ihr eine gute Perspektive eröffnete. Das Verhältnis zum Vater ist nach wie vor liebevoll, aber distanzierter, worüber beide glücklich sind.

Auch in diesem Fall wurde die junge Frau Opfer ihrer Empathie. Dazu kam noch eine Art von Aberglauben: Sie hatte ständig Angst, wenn sie fröhlich wäre, könnte eine Unglücksmeldung alles zunichte machen. Die Bestürzung des Vaters, dass seine damalige Erkrankung mit der Depression seiner Tochter zu tun hatte, wurde so authentisch vermittelt, dass sie das unmittelbare Gefühl von Befreiung erleben konnte. Man kann davon ausgehen, dass der wirkliche Vater genauso reagiert hätte, wie seine Stellvertreterin.

 Oscar Wilde soll einmal bemerkt haben, dass man die Gedanken anderer Menschen erraten könne, wenn man ihre Mimik nachahmt. Das kennt jeder Schauspieler. Ohne die entsprechende Mimik könnte er niemals überzeugend in seine Rolle schlüpfen. Auch der Text verfließt leichter mit der entsprechenden Haltung und Gestik. So wird alles authentisch und glaubwürdig. – In diesem Zusammenhang ist der amerikanische Rat des „keep smiling!“ nicht ganz falsch, denn ein Lächeln im Gesicht ist mit Traurigkeit nicht vereinbar.

Noch zu Zeiten unserer Großeltern galt es als unhöfliches, schlechtes Benehmen, negative Gefühle oder Launen zu zeigen. Heute scheint es eher umgekehrt. – Wenn man in Modezeitschriften Reklamebilder teurer Marken betrachtet, könnte man denken, es sei wünschenswert – um es neudeutsch auszudrücken: besonders cool – ein möglichst unfrohes, blasiertes Gesicht zu machen. Auch diese (Mode-)Vorbilder haben Wirkung auf unsere Gefühlslage. (Siehe Lipps „Zwang zur Nachahmung“). Selbst über die Mimik schlüpfen wir möglicherweise in eine aufgepfropfte – in diesem Fall unfrohe – Gefühlslage.

 Die „emotionale Empathie“ wird über Spiegelneurone gesteuert. Ein Handlungsimpuls wird aktiviert noch bevor eine kognitive (funktionale) Einschätzung der Situation möglich war. Dies führt zu den oft verfluchten Spontanhandlungen. Manchmal führen sie zu einem guten Ergebnis – meistens ist es jedoch klüger, wenn man (wie es unserer Kanzlerin nachgesagt wird) „vom Ende her“ denkt.

Solche Handlungsimpulse finden sich häufig in Konfliktlagen: Man möchte ja dem sympathischen Vertreter glauben, dass er die Anzahlung für die Ausstellung der Versicherungspolice braucht, weil sonst die angeblich so günstigen Bedingungen auslaufen. (Das Kleingedruckte kann man angesichts der Eile nicht mehr lesen.) Das Bauchgefühl aber warnt. Der Körper nimmt die Gefahrenlage zwar auf, aber sie dringt nicht bis zum Bewusstsein vor. Soll, kann man den netten jungen Mann einfach nach Hause schicken? Er hat sich doch so bemüht. Man möchte handeln und ignoriert den Körper – oft so lange, bis er rebelliert. Empathie ist der häufigste Grund dafür, dass man nicht Nein sagen kann, obwohl es angebracht wäre.

 Viele Menschen beherrschen diese emotionale Erpressungstechnik meisterhaft. Es sind nicht nur die berüchtigten Betrüger, die eine akribisch ausgespähte ältere Frau mit der Geschichte vom unbekannten Enkel in Geldnot um ihre letzten Ersparnisse bringen, es ist auch die Mutter, die sich ständig in das Leben ihrer Kinder einmischt und glaubt darin nach wie vor die Hauptrolle einnehmen zu müssen. Dazu zählt auch die berüchtigte Schwiegermutter. Es handelt sich in solchen Fällen immer um einen Konflikt, denn man spürt ja ihre emotionale Bedürftigkeit. Andererseits werden aber die Kinder auch wütend, denn sie erahnen die Instrumentalisierung. Es wird ihnen eine Aufgabe zugemutet, die von der Mutter selbst zu bewältigen ist. (Die Mutter soll hier nur Klischee benutzt werden. Die Ausbeutung von Empathie findet auf allen Beziehungsebenen statt.)

Umgekehrt aber trifft dies ebenso Kinder, die ihre Eltern bis ins hohe Erwachsenenalter zur Kasse bitten und nicht daran denken, die Unannehmlichkeiten einer geregelten Arbeit auf sich zu nehmen. Auf beiden Seiten wird Empathie rücksichtslos (un-empathisch) missbraucht und benutzt. Eine permanente Vorwurfshaltung schadet beiden Seiten: den Ausbeutern, die auf diese Weise nie die Freude an ihrer eigenen Leistung erfahren und den Ausgebeuteten, die nie dazu kommen, die Früchte ihrer eigenen Arbeit zu genießen.

 Wenn wir nun also durch Spiegelneurone mehr oder weniger unwillkürlich auf unsere Umwelt bezogen reagieren (müssen), so bedeutet dies, dass wir den Umwelteinflüssen, ob sie nun in feindlicher oder freundlicher Absicht auf uns einwirken, fast hilflos ausgesetzt sind, da Nervenzellen zunächst nur reagieren, ohne im Einzelnen eine moralische Entscheidung zu treffen. Dies geschieht erst auf einer höheren Organisationsebene.

 Politiker, Unternehmer, Religionsstifter, alle Personen in leitenden Positionen und nicht zuletzt die zahlreichen Hilfsorganisationen brauchen ein erhebliches Maß an funktionaler empathischer Kompetenz, wenn sie ihre Ziele durchsetzen wollen. Sollten sich diese Ziele aber zu unserem Nachteil entwickeln, so verkehrt sich unser empathisches Mitgehen in Wut und Hass – weil wir sehr wohl spüren, dass unsere Gefühle missbraucht wurden. Dies ist der Stoff für Tragödien. Wenn aufrichtige Gefühle für unlautere Zwecke missbraucht werden, setzt dies ungeheure emotionale Kräfte frei, die tödliche Rache verlangen.

 So positiv der Begriff Empathie besetzt ist, so eindeutig Empathie mit unserem christlichen Selbstverständnis verbunden bleibt, so gefährlich kann sie uns werden. Gerade weil wir fortwährend Spiegelungsvorgängen ausgesetzt sind, lassen wir uns auch so leicht manipulieren.

Aber: Wir selbst manipulieren auch! Das sollten wir fairer weise bedenken.

  

Literatur:

Bauer, Joachim: Das Gedächtnis des Körpers, 3. Aufl., Piper Tb. München, 2005

Bauer, Joachim: Warum Ich fühle was Du fühlst. Hoffmann und Campe. Hamburg. 1. Aufl. 2005

Ekman, Paul: Gefühle lesen. Spectrum. Akad. Verlag. 2004

Eisenberg, Leon, Harvard Medical School: The social construction of the Human Brain. Americ. Journal of Psychiatry 152:1563-1575. 1995).